Quell Wasser Festival 2009

Eröffnungsmodeschau


 

 

Das Projekt Aqua Anthropos verbindet Wissenschaft, Kunst und Kultur innerhalb des Themenfeldes einer
der wichtigsten Überlebensressourcen des Menschen: Trinkwasser.

 

Die Verbindung des lateinischen Wortes Wasser (Aqua) und des griechischen Wortes Mensch (Anthropos) soll neben der essentiellen Verbindung von Mensch und Wasser vor allem den kulturellen Hintergrund von Quellwasser in Europa reflektieren, das nicht nur als Naturgut, sondern auch als Kulturgut eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung hat.

Da die Anzahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser stark ansteigend ist, entsteht auch für wasserreiche Gebiete der Erde die Notwendigkeit grundlegende Zukunftsperspektiven im Umgang mit dem Lebensmittel Nummer Eins zu erarbeiten.


Im November 2008 wurde die  Erste Europäische Quellwasserkonferenz in Wien veranstaltet, die als Informations- und Diskussionsveranstaltung die Grundlage des Projektes bildet.

Das Informations-, Kunst- und Kulturevent für das Lebenselixier Wasser: Das Quellwasser Festival 2009 wurde
am 26./ 27./ 28. Juni 2009 in Wien an mehreren Veranstaltungsorten zelebriert.

Sauberes Trinkwasser an der Erdoberfläche ist ein kostbares Gut, das heute durch anthropogene und klimatische Einflüsse in vielen Regionen der Welt stark gefährdet ist und immer seltener wird. Evaporation und Versalzung von Grundwasser, sowie die Verschmutzung und der nicht nachhaltige Umgang mit Grund- und Fliesswasser in der industriellen Nutzung als auch im privaten Bereich führen gleichzeitig zu einer verstärkten Kapitalisierung natürlich vorkommender Trinkwasserressourcen. 

 

 

 

In Anbetracht dieser Problematiken werden Quellwasservorkommen als natürlich gefilterte Trinkwasserressourcen, zu einem Synonym für Wohlstand und Gesundheit, und die derzeitige globale Wassersituation zur großen Möglichkeit für neue Wege und Umgangsformen.  

 

In Europa haben wir das Glück, reichlich Trinkwasser aus Quellen nutzen zu können. Vor allem die Alpenländer Zentraleuropas sind dadurch mit einem wunderbaren natürlichen und in Folge auch kulturellen Reichtum ausgestattet.

 

 

Kulturelle Aktivitäten rund um das Quellwasser sind in der Menschheitsgeschichte tief verwurzelt und wurden auch in Europa nachweislich von den Kelten, Griechen und Römern zelebriert. Sie sind daher ein vereinendes Element vieler europäischer Länder, Mythologien und Religionen. Das Projekt Aqua Anthropos wird den Quellwasserreichtum Österreichs, sowie die europäische Verantwortung in globalen Entwicklungen thematisieren und die Lebenssubstanz Wasser als Naturgut und auch als kulturelles und gesellschaftliches Element hervorheben.

 

Das projekt Aqua Anthropos steht für die Sensibilisierung der Bevölkerung im Umgang mit Wasser und als Ziel werden besondere Trinkwasserprojekte in wasserarmen Weltregionen unterstützt.


 

 

Das große Informations-, Kunst- und Kulturevent für das Lebenselixier Wasser:
Das Quell Wasser Festival 2009 wurde als moderne Inszenierung der Quellwasserfeiern Europas am 26/ 27/ 28. Juni 2009 in Wien zelebriert.

 

Nach tausenden Jahren beleben wir diese Feiertradition wieder in Europa.

 

Wasser wird dabei, aufgrund seiner kultur- und religionsverbindenden Eigenschaften als Verbindungselement der Menschen hervorgehoben.


Mit OpenSpeech-Räumen, Expertendiskussionen, Workshops für Kinder und Erwachsene, darstellender Kunst, Film, Mode, Tanz und Musikbeiträgen mit Wassermusik wurde das lebenswichtige Element Wasser, einem breiten Zielpublikum näher gebracht. Mehrere Ausstellungen wurden eröffnet, eine Tombola veranstaltet, eine Kunstauktion gestartet und der Mensch als “Aqua Anthropos” präsentiert.

 


Wasserfeiern haben nicht nur in Europa eine tausende Jahre alte Tradition. Auch heute noch wird das lebensspendende Gut, besonders in Asien, in Wasserfesten zelebriert. So zum Beispiel in Thailand durch das Songkran Festival (Thailändisches Neujahrsfest), oder in Myanmar (Burma) das Thyngian Fest, das landesweit als Reinigungs- und Fruchtbarkeitszeremonie gefeiert wird. Auch in Süd-China finden wir Wasserfeste der Dai (Ethnie der Provinz Yunnan).

 

Eine moderne Wiederbelebung von Quellwasserfeiern als "The Rebirth of Spring Water Celebrations"  weckt in der heutigen Zeit die Frage der Authentizität. Es wurde jedoch kein Ritual unserer Vorfahren nachgebildet, sondern eine moderne Inszenierung veranstaltet, die kunstvolle wie auch kulturelle und soziale Auseinandersetzung mit Trinkwasser aufzeigte.
Nicht alle kulturell überlieferten Traditionen fördern den menschlichen Gemeinschaftsgedanken und tragen zu dem Erhalt von Gesundheit und Leben bei: Die Zelebrierung von Trinkwasser tut dies!

Fotos und Berichte finden sich demnächst hier zur Betrachtung

Quell Wasser Festival 09 Info (PDF)

Pressemappe (PDF)

Presse-Info Quell Wasser Festival 09 (DOC)

 

Flyer Vorderseite Flyer Rückseite

Quellwasser Festival 09 Flyer - Vorderseite

Quellwasser Festival 09 Flyer - Rückseite

 

 

Let' s celebrate Water and Life !

 


 

Wir durften den geeignetsten Ort in Wien mieten. Sogar WienerInnen sind sich nicht bewußt darüber, dass die Gegend Schönbrunn nach dem „Schönen Brunnen“ - dem Quellwasserbrunnen im Schlosspark, benannt ist.

Die Erste Europäische Quellwasserkonferenz, als Eröffnungsveranstaltung des Informations- Kunst- und Kulturprojektes AQUA ANTHROPOS, fand am 3. und 4.11.2008 im Tagungszentrum Schloss Schönbrunn in Wien statt. Die Veranstaltung beleuchtete durch interdisziplinäre Vorträge ein weites Spektrum an Themen, die den Menschen und unseren Umgang mit dem Lebenselixier Wasser direkt betreffen. Sozial-politische Veränderungen, kulturelle, ökonomische und ökologische, sowie gesundheitliche Dimensionen im Wassersektor wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Vortragende waren u.a. VertreterInnen der Medizin, der Anthropologie, der Politikwissenschaft, der Zivilgesellschaft sowie des Lebensministeriums, der Wiener Wasserwerke und von Attac Österreich.

Die Europäische Quellwasserkonferenz wurde mit der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO Kommission (ÖUK) durchgeführt.

Interdisziplinäre Ansätze und persönliche Auseinandersetzungen mit Quell- und Trinkwasser durften zusammenfließen und regen zu neuen Erkenntnissen an. Die Informationen sind Grundsteine für Das Projekt Aqua Anthropos und tragen zur Bewußtseinsbildung im Umgang mit Wasser bei.


 

Trinkwasser darf als Ware spezifischen "anderen" Marktregeln folgen, die gleichzeitig zu erhöhter Effizienz im Gebrauch von Wasser beitragen.  So sollten z.B.

° Mehrverbraucher, wie die Industrie, auch mehr bezahlen um das kostbare Gut effizient zu gebrauchen. Somit könnten die Trinkwasserpreise für den Haushaltsverbrauch niedrig gehalten, und auch hier an einen pro Kopf Tarif angepasst werden. Wer also durchschnittlich einen Normalverbrauch pro Kopf im Haushalt hat, bezahlt einen Mindestpreis. Bei übermäßigem Verbrauch steigt der Preis.
"Effizienter Umgang mit Wasser" wird spätestens im Jahr 2010 zu einem Thema werden, weil dann der Artikel 9 der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) umgesetzt wird, wodürch es zu Preiserhöhungen kommen kann.

° Die lokale Bevölkerung sollte Mitspracherecht bei der Trinkwasserversorgung anstreben, besonders dort, wo man noch von Kommunalbesitz sprechen kann. Eine Möglichkeit wäre zB. eine zwingende Volksabstimmung bei Privatisierung kommunaler Einrichtungen, die den Grundversorgungssektor betreffen.

Die Ergebnisse und Inhalte der Konferenz werden in der Publikation:
"Trinkwasserkrise in Not, oder alles flüssig? - Proceedings der Ersten Europäischen Quellwasserkonferenz"
zusammengetragen und 2009 veröffentlicht.

 

Auszüge der Vorträge sind hier im Video-stream sichtbar.


 Programm
 Vortragende der Konferenz

Prof. Dr. Claudia von Braunmühl

DI Jutta Eybl

Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl

DI Dr. Alfred W. Strigl

Mag. Nikolaus Ludwiczek

Mag. Andreas Gmeiner

Mag. Christian Felber

Univ. Prof. Dr. Harald Wilfing

Univ. Prof. DI Dr. Willibald Loiskandl

OSR Dipl.-Ing. Hans Sailer
Univ. Prof. Dr. Manfred Kremser

Otmar Grober
Mag. Jörg Schauberger

Dr. Yehl Rieder
Univ. Prof. Dr. Ewald Tentschert

Prof. Dr. Claudia von Braunmühl

geb. 1944, studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, 1973 Promotion an der J.W.G. Universität Frankfurt, seit 1996 Honorarprofessorin für Internationale Politik am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften. Arbeitsschwerpunkte: Entwicklungstheorie, Entwicklungspolitik, feministische Theorie, Gender Mainstreaming, politiktheoretische Dimensionen von Global Governance. Veröffentlichungen zu den Bereichen: internationale Politik/ Globalisierung, Global Governance, Entwicklungsstrategien und Entwicklungszusammenarbeit, Zivilgesellschaft, Frauen/Geschlechterverhältnis im Entwicklungsprozeß, Gender Mainstreaming, Geschlechterdimensionen gewalttätig ausgetragener Konflikte.

DI Jutta Eybl

studierte an der TU-Wien Bauingenieurwesen und ist seit dem Jahr 2000 in der Abteilung Wasserhaushalt des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium) tätig. Die primäre Aufgabe dieser Abteilung ist die Erhebung des Wasserkreislaufs in Österreich. Seit 2003 ist DI Eybl zuständig für das Quellmessnetz des Hydrographischen Dienstes. 2005 leitete sie die Tagung „10 Jahre Quellbeobachtung im Hydrographischen Dienst“ die vom Lebensministerium gemeinsam mit dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) veranstaltet wurde und war Redakteurin der begleitenden  Publikation „Quellbeobachtung im Hydrographischen Dienst in Österreich“. Im Moment arbeitet sie federführend an einer Richtlinie des Hydrographischen Dienstes für die Errichtung und Beobachtung von Quellmessstellen.

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